Grundlagen Lernen

Was kommuniziere ich meinem Hund, während ich versuche ihn mit den Methoden der Lerntheorie zu erziehen? Die „moderne“ Hundeerziehung stellt am häufigsten die Frage: Was soll der Hund lernen und wie bringe ich es ihm bei. Wie kann ich ihn so konditionieren, dass er es Versteht?

 

 

Grundlagen

Definition von Lernen

  • Lernen als Aneignung von Wissen durch Instruktion
  • Davon abzugrenzen ist das Lernen von Verhalten. Lernen von Verhalten ist ein Erfahrungsprozess, der zu einer relativ stabilen Änderung des Verhaltens führt. Die Verhaltensänderung kann nicht durch temporäre Zustände, Reifung oder angeborene Reaktionstendenzen erklärt werden
  • Um Lernen in Verhalten umzusetzen, braucht es

Motivation.

  • Durch Lernen verursachte Verhaltensänderungen sind nicht immer permanent. Löschung und Umlernen können erlerntes
  • Verhalten modifizieren.

Voraussetzungen

Organsismusvariablen :

  • Wahrnehmungsfähigkeit
  • Aufmerksamkeitsfokussierung und Dauer
  • der Aufrechterhaltung
  • Pathologische
  • Motivation
  • Stresstypus

Umweltvariablen:

  • Stimulation durch die Umgebung
  • Bindungssicherheit zu relevanten Bezugspersonen 

 

Aufbau von Verhaltensdispositionen

Biologisch-genetischer Verhaltensaufbau

  • Reflexe
  • Instinkte
  • Prägung
  • Reifung

Erfahrungsbasierter Verhaltensaufbau

  • Konditionierung
  • Kognitives Lernen

Erläuternung :

  • Kniesehnen-Reflex (Patillarreflex)
  • Schmerzreflexe (Zurückziehen der Hand bei Berührung einer heissen Herdplatte)
  • Schreckreflexe (Schreien, Flucht oder Kampf bei Gefahr)
  • Augenschliessreflex (bei Windstoss oder einem auf das Auge schnell sich bewegenden Reiz schliesst das Auge automatisch, reflexartig)
  • Usw.

Instinkte

  • vorwiegend im Tierreich anzutreffen
  • komplexe, arteigene, ungelernte und verhältnis- mässig unmodifizierbare Verhaltensweisen
  • hierarchisch organisierter nervöser Mechanismus, der auf bestimmte vorwarnende, auslösende und richtende Impulse anspricht und sie mit wohlkoordinierten Bewegungsabläufen beantwortet

 

Prägung

  • artspezifisches, ungelerntes Verhalten nach entsprechendem Reiz
  • biologische Form des Lernens
  • veränderungsresistent und irreversibel
  • bekanntes Beispiel ist die Nachfolgeprägung
  • bei Gänsen: Die frisch geschlüpften Küken laufen dem ersten bewegten Gegenstand, der Töne von sich gibt, nach.

Allgemeine Kennzeichen von Prägung 

  • Findet in sensiblen Phasen statt
  • Erfordert spezifische auslösende Merkmale(Schlüsselreize)
  • Ist irreversibel und löschungsresistient
  • Es handelt sich um einen einmaligen Vorgang
  • Kann stattfinden bevor Verhalten aktualisiert wird.

Fehlprägung:

  • Fehlt ein adäquater Prägungsreiz, kann ein Ersatzobjekt gewählt werden, welches indes in gewissen Kriterien dem spezifischen Schlüsselreiz entsprechen muss (z.B. bezüglich Grösse, Bewe- gungsweise, Lautäusserungen usw.)

Versäumte Prägung:

  • Liegt während der für den Prägungsvorgang vorgesehenen sensiblen Phase kein geeigneter Schlüsselreiz vor, erlischt die Prägungsbereitschaft nach Abschluss der Prägungsphase, auch wenn keine Prägung stattgefunden hat.
  • Das Versäumnis ist nicht nachholbar.

Reifung 

  • Vorgang, bei welchem weder Erfahrungs-, noch Übungs- und Lernmöglichkeiten eine Rolle spielen
  • Physiologische Entwicklung der endokrinen Nervenbahnen.
  • Reifung schafft optimale Lernvoraussetzungen für bestimmt Angebote der Umwelt.
  • Reifung erfolgt regelhaft, vor- hersagbar und unabhängig von Erfahrungen (Sprache, Reinlich- keitserziehung, sexuelle Reifung)

In erstern Linie hilft die Unterscheidung zwischen kognitiven, emotionalen und sozialen Dimensionen des Lernes weiter,alle drei Diemsionen spielen eine Rolle, es kann nicht aufgeteilt werden in Situationen in denen nur eine Dimension eine Rolle spielt.
  • Lernen zum Wissenserwerb
  • Lernen für Handlungsfähigkeit
  • Lernen zusammen zu leben
  • Lernen fürs Leben

 

Infos zum Verhalten

 

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